Energie läßt sich weder herstellen noch vernichten. Damit muß festgestellt werden, daß Strom nichts anderes ist als ein Transportverfahren für Energie. Im Wasserkraftwerk z.B. wird Energie gewonnen, indem die Schaufelräder vom Wasser bewegt werden. Bei der Energieumwandlung treten jedoch Verluste auf. Der Aufwand ist größer als der Nutzen. Beim Wasserrad treten z.B. Verluste durch Reibung in den Achsen des Wasserrades auf. Das Verhältnis von Nutzen zu Aufwand wird Wirkungsgrad genannt. Das Formelzeichen hierfür ist h (griechisch eta).
Energieumwandlung
Daraus resultiert:
In der Regel wird der Wirkungsgrad nicht mit Hilfe der Energien, sondern mit Hilfe der Leistungen - also Energien pro Zeiteinheit - berechnet.
Leistung
Die Größe der Leistung charakterisiert die Arbeit, die in einer bestimmten Zeit verrichtet wird. Sie gibt also an, wie schnell eine Arbeit verrichtet wird.
 
Elektrische Arbeit (z.B. mit einem Motor) können wir auch in einer Formel ausdrücken. Wir wissen, daß der Motor mit einer Spannung und einem Strom innerhalb einer bestimmten Zeit betrieben wird.
Also können wir sagen U x I x t = W
Nun setzen wir diese Formel in die Obige ein:
 
Gekürzt lautet die Formel:
Damit wir den Zusammenhang zwischen Leistung (Watt = P), Spannung (Volt = U) und Strom (Ampere = I) gefunden. Gleichzeitig haben wir die zweite Grundformel in der Elektrotechnik gefunden, die Leistungsformel.
Größenordnungen von Leistungen
Fahrradlichtmaschine ca. 1 W
Haushaltsglühlampen ca. 25 - 250 W
Farbfernseher 150 W
Bohrmaschine 500 W
Bügeleisen 1000 W - 1500 W
kleine Lichtanlage 12 000 W
Motor im Kran 40 000 W
Große Musiklichtanlage 500 000 W
Stadtteil ca. 1 000 000 W
Kohlekraftwerk 700 000 000 W